06.07.2017 13:15
von Nik Pichler
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Kurze Hosen im Business?

Sind kurze Hosen wirklich ein modischer Fauxpas im Business oder eine Form der Emanzipation des Mannes in der Geschäftswelt? Frauen tragen ja schon lange kurz, also warum nicht auch mal die Männer? Natürlich kann man darüber streiten, aber das mag jeder selbst für sich entscheiden. Wir leben in Zeiten der angestrebten Gleichberechtigung, also gelten meines Erachtens nach für Männer und Frauen die gleichen modischen Chancen.

Wenn man sich selbst nun Beinfreiheit gewährt, dann sollten diese offengelegten Blickpunkte aber für den Rest der Menschheit ansehnlich sein. Auch das gilt für beide Geschlechter gleich. Was als ansehnlich empfunden wird, ist wiederum Geschmackssache und das muss jeder für sich selbst entscheiden. Also in diesem Diskurs kommen wir jetzt mal nicht weiter. Gehen wir also davon aus, dass unsere Beine ansehnlich sind und auch so empfunden werden. Ich mag es zum Beispiel nicht, wenn Beine einfach zu weiß sind, tja – mein Geschmack.

Ich glaube, dass ich einen guten Lösungsweg gefunden habe, wie man kurze Hosen im Business trägt

Grundsätzlich finde ich, dass Business-Kleidung einen nicht nur optisch positioniert, sondern auch eine Form des Respekts ausdrückt. Das ist eine Gradwanderung. Einerseits möchte man sich zeigen, was in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Andererseits ist es essentiell, seinem Gegenüber respektvoll zu begegnen. Ich kann nun mal nicht, meines Erachtens nach, in abgerissenen Jeans einen Kundenbesuch in einer Anwaltskanzlei machen. Und genau dasselbe mag auf den ersten Blick auch für kurze Hosen gelten. Ich glaube, dass ich einen guten Lösungsweg gefunden habe, wie man kurze Hosen im Business trägt.  Ein Weg, der es möglich macht, sich zu positionieren und gleichzeitig dem anderen Respekt entgegenbringt. Das mag nicht in allen Unternehmen funktionieren, bei mir geht’s.

Ich habe oft den Eindruck, dass ab dem Zeitpunkt, wo ein Mann kurze Hosen trägt, sich ein Schalter umlegt und er automatisch ins Sportliche kippt. Er kombiniert meist mit T-Shirt oder Polo-Shirt (hier sei mir eine kurzer Exkurs gestattet: bitte keine aufgestellten Krägen bei Polo-Hemden, das ist nicht mal yesteryear. Das war wirklich nie schön, wir sind ja nicht die Königin der Nacht) und eigenartigem Schuhwerk. Bitte auf gar keinen Fall Flip-Flops. Das sind angenehme Strandsandalen, nicht mehr und auch nicht weniger. Auch ich trage sie, aber niemals in der Stadt oder bei Geschäftsterminen.

So nun wieder zum Thema: Ich denke, dass es wichtig ist, kurze Hosen so zu tragen, als ob man lange Hosen tragen würde. Dann funktioniert es meiner Meinung nach. Klingt eigenartig? Mag sein, aber es definiert in Kurzform die Lösung. Ich liebe kurze Hosen im Sommer, und nicht nur im Privatleben, sondern auch im Businesskontext. Was mache ich also nun, um den Spagat zwischen eigener Positionierung und Respekt dem anderen gegenüber zu schaffen?  Ich besorge mir eine gute Basis und wähle eine stimmige Kombination. Wie bereits gesagt, eine sportliche kurzen Hose mit T-Shirt wird nicht funktionieren, das ist für das Geschäftsleben zu salopp. Ich wähle also gerne kurze Hosen, die Klasse haben, die sehr chic geschnitten und die aus großartigen Materialien sind (meist von Hannibal) Und ich kombiniere sie, wie im Business üblich, mit Hemd (meist von Zara) und  passendem Sakko  und / oder Gilet  (fast immer von Hannibal). Bei mir gehört auch ein Hut dazu. Wer mich kennt, weiß, dass es seit Kurzem ohne einen Hut von Nomade Moderne nichts geht. Wenn ich diese Kombi wähle, dann kann ich sogar meine geliebten Converse tragen, die ja bekanntermaßen ziemlich sportlich sind. 

Also Männer emanzipiert euch und zeigt eure Waden, aber rasch, denn die Zeit der kurzen Hosen ist begrenzt auf den Sommer und der endet schneller, als man glaubt.

Hosen - Hannibal

Dunkles Hemd - Hannibal

Sakko - Hannibal

Gilet - Hannibal

... via eigensinnig

Schuhe - Converse

Sonnenbrille - KBL via Wieden Optik

Hut - Nomade Moderne

Weißes Hemd - Zara

Fotograf Markus Kufner

 

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